item1
ausb

Interviewübung im Rahmen der Ausbildung

Foto: Logistikschule der Bundeswehr

Erfolg durch fachgerechte Fortbildung

Pressearbeit bekommt für die Bundeswehr eine immer größere Bedeutung. Durch die Aussetzung der Wehrpflicht und dem strukturbedingten Rückzug der Streitkräfte aus der Fläche schrumpft die über Jahrzehnte gewachsene Verwurzelung mit breiten Schichten der Bevölkerung. Die Folge: Die Akzeptanz und das Interesse an den Einsätzen und der Leistungsfähigkeit der Truppe nimmt spürbar ab.

Dagegen ist professionelle Pressearbeit ein probates Mittel. Hauptamtliche Presseoffiziere sind dafür im Umgang mit den Medien umfangreich geschult. Aber auch jeder nebenamtlicher Presseoffizier kann an seinem Standort durch eine fruchtbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Medien dazu beitragen, seinen Truppenteil positiv nach außen zu präsentieren.

Auch Soldatinnen und Soldaten, die nicht direkt mit der Pressearbeit in Verbindung stehen, können in die Situation kommen, sich als Vertreter der Bundeswehr vor einer Kamera oder einem Mikrofon äußern zu müssen. Die breite Präsenz der Medien sowohl im Inland, als auch in den Einsatzgebieten, macht einen solchen Fall heute wahrscheinlicher, als noch in den vergangenen Jahren.

Wie verhalte ich mich vor einer Kamera? Wie gehe ich mit Pressevertretern um? Wie kann ich mein Berufsbild möglichst positiv für die Öffentlichkeit präsentieren und somit auch Interesse an unserer Arbeit und unseren Einsätzen wecken? Dies sind nur einige Aspekte, die ich in meiner Schulung „Umgang mit der Presse“ mit den Teilnehmern erarbeite.

Seit acht Jahren führe ich in der Logistikschule der Bundeswehr und mittlerweile auch an anderen Standorten diese Schulung sowohl mit erfahrenen Offizieren, als auch mit Lehrgangsteilnehmern durch.

Als erfahrener Journalist weiß ich, was die Medien erwarten, wenn es um die Zusammenarbeit mit einem Bundeswehrstandort geht. Im Rahmen eines Fachvortrages erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die erfolgreiche Gestaltung von Pressearbeit. Der Schwerpunkt meiner Schulung liegt aber im praktischen Teil, in dem die Teilnehmer lernen, in einer Interviewsituation vor laufender Kamera professionell zu agieren.

Dabei passe ich meinen Schulungsumfang und die Inhalte stets der aktuellen Lage, sowie den gewünschten Ausbildungszielen an. Nach dem Prinzip "Aus der Praxis für die Praxis" schule ich auch Soldatinnen und Soldaten, die sich auf einen bevorstehenden Auslandseinsatz vorbereiten.